Hat die Pandemie nachhaltige Effekte?:

Corona: Einfluss auf den Handel

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf das Kaufverhalten aus? Der Internet-Marktplatz Rakuten hat die Entwicklungen auf seiner deutschen Online-Plattform zwischen Mai und Juli 2020 analysiert und benennt klare Trends. Der Handelsspezialist Mytotalretail wiederum untersuchte, wie sich die Corona-Pandemie langfristig auswirken könnte. Wir fassen die Ergebnisse beider Studien zusammen und berichten zudem, mit welchen Omnichannel-Maßnahmen die Marke O2 frühzeitig auf die veränderte Situation reagiert hat.

Rakuten: Spielburg und Spielfilm liegen im Trend

Laut Rakuten zählen Angebote rund um Haus und Garten in der aktuellen Situation eindeutig zu den Gewinnern1. Bei vielen Kunden scheint zudem die Zufriedenheit ihrer Kinder hohe Priorität zu genießen. So haben sich etwa in den letzten drei Monaten Trampoline und Spielburgen angeblich 45-mal so häufig verkauft wie vor Beginn der Pandemie. Gefragt waren aber nicht nur physische Artikel, sondern auch digitale Angebote für Kinder: Den ersten Platz im hauseigenen Streaming-Angebot Rakuten TV hat „lange Zeit“ ein Trickfilm belegt.

Gefragt: Home-Office und Home-Schooling

Die Marke O2 hat früh darauf reagiert, dass Kunden sich vermehrt auf Home-Office und Home-Schooling umgestellt haben. Entsprechende Angebote auf o2online.de wurden stark ausgebaut. Angefangen bei Deals für die passende Geräteausstattung bis hin zu vielfältigen digitalen Leistungen. So können Kunden beim Kauf ausgewählter Geräte beispielsweise kostenlos O2 TV und Online-Lernspiele ausprobieren. Wer freie Zeit zudem aktiv gestalten möchte, findet auch hierfür das richtige Equipment. Dazu gehören etwa Fitnessbänder – ein Artikel, der laut Rakuten-Studie derzeit vielfach häufiger als vor der Corona-Zeit verkauft wird. Und wer sich beim Training coachen lassen möchte, kann als O2 Kunde auch virtuelle Fitnesskurse buchen und maßgeschneiderte Workouts nutzen.

Was kommt nach der Pandemie?

Sind die Effekte der Corona-Pandemie auf den Handel nur kurzfristig – oder sind auch langfristige Auswirkungen zu erwarten? Die Seite Mytotalretail2 hält Letzteres für plausibel. Die Redaktion nimmt an, dass die Pandemie folgende drei Omnichannel-Trends begünstigt:

  1. Händler optimieren ihre Lagerhaltung: Viele Händler könnten nach Ende der Pandemie bis zu 30 Prozent weniger Ware in ihren Stores vorhalten, glaubt Mytotalretail-CEO Stephan Schambach. Gründe dafür können reduzierte Flächen und eine zukünftig verbesserte Warenwirtschaft sein.
  2. Stores vor Ort dürften noch enger mit digitalen Angeboten verzahnt werden. Wie eine solche Integration aussehen könnte, zeigt das Beispiel der Local Inventory Ads, mit denen O2 Interessenten über das Angebot nahegelegener Shops auf dem Laufenden hält.
  3. Remote Selling etabliert sich. Mitarbeiter mit Zugriff auf Informationen zu Produkten und Verfügbarkeit sind für Kunden „Experten im eigenen Wohnzimmer“. Das Einkaufserlebnis ist gleichzeitig persönlich und sicher, da ohne physischen Kontakt. So wie etwa im  O2 Video Store.

Online als wichtige Stütze

Für O2 hat die jüngste Vergangenheit erneut gezeigt: Zu Omnichannel gibt es keine Alternative. Gerade während des Lockdowns haben sich Online-Vertriebskanäle und digitale Angebote als eine wichtige Ergänzung des stationären Filialnetzes erwiesen.

1 https://www.e-commerce-magazin.de/wie-sich-das-online-konsumverhalten-in-der-covid-19-pandemie-veraendert-hat/

2 https://www.mytotalretail.com/article/covid-19-drives-3-key-omnichannel-capabilities/