Informationen vermitteln durch Geschichten :

Omnichannel: Storytelling statt Produktbeschreibungen

Experten sind davon überzeugt, dass Anbieter sich nicht auf die bloße Kommunikation der Eigenschaften von Produkten und Leistungen beschränken sollten. Sie raten vielmehr zur Verwendung von erzählerischen Elementen, die bei Kunden Emotionen wecken und dabei auf das Wesen einer Marke einzahlen. Welche Möglichkeiten gibt es, das sogenannte Storytelling zum Teil der eigenen Strategie für Omnichannel zu machen? Wir nennen Beispiele.

Im Fokus: Erlebnisse und Emotionen

Die Telefónica-Kernmarke O2 rückt Erlebnisse und Emotionen in den Fokus ihrer Kundenansprache. Dafür nutzt das Unternehmen selbstverständlich alle Möglichkeiten, die Omnichannel bietet. Bei der Kommunikation der Tarife fürs Internet zuhause etwa stehen nicht Daten und Zahlen im Vordergrund, sondern konkrete Anwendungsbeispiele aus dem Alltag von Kunden. Wie schnell ist eine Folge der TV-Serie „Game of Thrones“ heruntergeladen? Wie lange dauert es, 100 Fotos in die Cloud zu laden? Mit einem einfach zu bedienenden Online-Tool können Besucher der Website in Echtzeit verschiedene Szenarien durchspielen.

Aus Information wird Interaktion

Telefónica Deutschland nutzt mit Maßnahmen wie diesen eine Methode, die künftig noch an Bedeutung hinzugewinnen könnte. Storytelling bietet vielfältige Möglichkeiten, Kunden nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern mit ihnen zu interagieren. Was ist das Ziel? Der britische Verband für die digitale Industrie IMRG beschreibt es so: Händlern sollten Kunden den Eindruck von Zusammengehörigkeit und Teilhabe vermitteln.1

LinkedIn macht Nutzer zu Storytellern

Die Business-Plattform LinkedIn bietet ihren deutschen Nutzern seit Kurzem die Möglichkeit, eigene Stories zu posten. Die neue Funktion können sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen nutzen. Möglich sind

  • Bis zu 20 Sekunden lange Beiträge
  • Im Foto- oder Videoformat

Zuvor war die Funktion bereits in den USA, Indien und Brasilien sowie den Niederlanden eingeführt worden. Alexandra Kolleth, Marketing-Expertin bei LinkedIn, ist davon überzeugt, dass Unternehmen Stories zum integralen Bestandteil ihrer Kommunikationsstrategie machen sollten. Sie sieht in den Geschichten „eine lockere Form der Kommunikation“ mit der Möglichkeit, „sich auf einer nahbaren Ebene zu präsentieren“ und eine Beziehung zu Interessenten aufzubauen3.

Storytelling: nutzbar für B2B und B2C

Das Beispiel des Heiztechnik-Spezialisten Vaillant zeigt, wie sich Storytelling im Bereich B2B erfolgreich nutzen lässt. Im Videokanal Youtube präsentiert das Unternehmen Filme, die den Betreiber einer Wetterstation am kältesten Ort in Europa begleiten3. Die Episoden bieten einen Einblick in seinen Alltag – Installation einer Wärmepumpe des Herstellers inklusive. Die hohe Anzahl an Aufrufen legt nahe, dass sich neben den Vertriebspartnern des Unternehmens auch Endkunden für die Beiträge interessieren. „Diese Begeisterung schafft kein Produktkatalog, das kann nur Storytelling”, so Nina Schang, Senior Marketing Managerin bei Vaillant.

Unterschiedliche Maßnahmen, stringente Botschaft

Ob Online-Tool auf der eigenen Website oder zum Beispiel Video auf Youtube: Telefónica Deutschland nutzt bereits heute vielfältige Möglichkeiten, um mit Kunden zu interagieren und so noch positivere und emotionalere Shopping-Erlebnisse zu schaffen. Dabei legen wir Wert darauf, dass die Maßnahmen in allen unterschiedlichen Omnichannel-Kanälen das zentrale Verständnis von Telefónica und ihren Marken vermitteln: Wir sind der Anbieter, der Hightech demokratisiert und Innovationen allen Menschen zugänglich macht.

1https://www.imrg.org/blog/focus-storytelling-engage-omnichannel-shoppers/

2https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/linkedin-stories-kommen-nach-deutschland

3https://www.haufe-akademie.de/blog/themen/marketing/b2b-storytelling-ein-ruestiger-schwede-geht-viral/